8. Tag: NoGo in Ancona!

Nach einem schmalen italienischen Frühstück sind wir um 10.30 Uhr in der Hoffnung zum Flugplatz Ancona losgefahren, da eine Chance bestand, dass sich das Wetter im Verlauf des Vormittages als fliegbar darstellen würde. Es war zwar absehbar, dass wir heute nicht weit in Richtung Norden kämen, sich aber auf der Rückseite der durchziehenden Kaltfront ein Fenster auftat etwa weiter in den Norden zu kommen. Aber auch hier zeigte sich eine sehr labile Luftmasse mit ausgeprägten Aktivitäten. Jedoch hatten wir nur eine sehr kurze Strecke bis zum nächsten Platz mit AVGAS-Fuel fliegen, Forli (LIPK), nur 66 NM nordwestlich gelegen vor, da unser Tank nur noch halbvoll ist und Ancona nur JET-Treibstoff im Angebot hat. Nach drei Stunden warten, einigen Cappuccinos und einer letzten Wetterberatung und  prüfen der METARS und TAFs, cancelten wir das Vorhaben für heute und entschieden uns für den Rückweg mit dem Taxi ins Hotel. Eine gute Entscheidung, denn alsbald regnete es „Katzen und Hunde“ und die Sichten gingen bis auf Ameisenkniehöhe runter. Kurze Zeit später fingen heftigste Gewitter an welche hier im Hotel die Lichterflackern lassen.

Ein paar Worte zum Fliegen in Italien. Seitens der Zusammenarbeit mit ATC (Flugsicherung) ist diese deutlich besser als gemutmaßt und ging sogar völlig unproblematisch. Freundliche Controller, die zu jedem Zeitpunkt hilfreich waren und uns alle gewünschten Kurse, TMA und CTR-Crossings oder Höhenfreigen in den „berüchtigten Lufträume Italiens“ erteilt haben. Auch ein Durchflug eines aktiven beflogenen ILS auf der Extended-Centerline von Pescara war, unproblematisch.

Ansonsten wurden wir von dem jeweiligen FIS (Fluginformationsdienst) vor dem Durchflug einer TMA/CTR jeweils an Radar oder Approach übergeben, oder im Falle einer unzureichenden Funkabdeckung, von FIS koordiniert.

Von Reggio Calabria-Tower ist kurz vor dem Start unser wie immer penibel erstellter und auch bestätigter Flugplan nicht auffindbar gewesen. Aber es ging auch ohne Flugplan, weil er bei VFR im Inland dieser keine Pflicht ist. Man sollte sich jedoch an die Gepflogenheit halten, einige Intermediate-Waypoints zwischen Start und Ziel und auf Anfrage die ETA’s (geschätzte Ankunftszeiten) angeben zu können. Unser Oldie an Bord, ein GARMIN 196, war dazu sehr nützlich.

3.9.12 18:13

Letzte Einträge: Mittwoch, der 29. August: Ein Tag in Dubrovnik, 4. Tag Donnerstag: Grounded in Dubrovnik: Feuer über Montenegro und Bosnien und Herzegowina, 5. Tag: Raus aus dem Rauch – Dubrovnik – Sizilien, 10. Tag: Was bisher geschah!

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