Dienstag, der 28. August: Kroatische Adria

Heute war unser Ziel die kroatische Ikone Dubrovnik. Berechnete Flugzeit 3:00  Stunden, fast ausschließlich über Wasser. Die Flugroute VFR ADRIA 1 sollte uns entlang der kroatischen Adriaküste weiter nach Süden führen. Über die vielen Inseln, aber immer in Sichtweite des Festlandes.

Bernd meinte beim morgendlichen Wetterbriefing nur lakonisch: Sonnenschein und bestes Flugwetter würden in den nächsten Tagen eine Wetterberatung eigentlich überflüssig machen. Wir konnten uns also für den Flug zur kroatische-mazedonischen Grenze vorbereiten. Alle navigatorischen Festlegungen und Berechnungen und den Flugplan bei EuroFPL hatten wir bereits gestern vorbereitet. Ein kurzes Telefonat mit dem Service des Airport Portoroz und unser Transfer vom Hotel zum Flughafen war unterwegs.

Wegen des Ausflugs aus dem Schengen-Gebiet waren Zoll und Passkontrolle erforderlich.  Der Grenzpolizist warf einen kurzen Blick in unsere Ausweise und der Zöllner stellte die obligatorische Frage „Do you have something to declare?“, die wir ruhigen Gewissens verneinen konnten, ließen das vorgeschriebene Procedere in kurzer Zeit erledigen.

Wir hatten genügend Zeit eingeplant, um in Ruhe und Gelassenheit die Dimona zu checken und für den Flug vorzubereiten. Unser Routing sollte der VFR-Route Adria 1 folgen. Folgende Waypoints hatten wir geplant und auch alle im Flugplan eingetragen: Pula LDPL, Losinj LDLO, K2 bei Zadar LDZD, G2 bei Split LDSP, V2 bei Brac LDSB, Insel Korcula, Insel Blato und als Ziel F 2 bei Dubrovnik. Ein kurzer Besuch im Flugoffice bescherte uns einen etwas ratlosen Berater. Der Flight Information Service (FIS) könne mit unserer Flugplanung nicht so viel anfangen. Unser Hinweis, dass dies alles die vorgeschriebenen Meldepunkte der Route Adria 1 seien und wir diese Route auch fliegen würden, wurde sofort verstanden und auch akzeptiert. Also einfach planen war die Vorgabe.

Um 12:40 Uhr local gab uns Portoroz die Clearence zum Start auf der 33 Richtung Dubrovnik LDDU. Strahlender Sonnenschein und gute Sichten begleiteten uns raus aufs Meer. Unsere gewünschte Flughöhe 3000 ft wurde von FIS akzeptiert. Unter uns das tiefblaue Wasser der Adria, größere und kleinere Inseln wechselten sich ab, teilweise mit kleinen Ortschaften, teilweise auch unbewohnt, und tausende von Segelbooten und auch viele Motorboote bevölkerten das Wasser.  In den unzähligen Buchten lagen vielfach Boote vor Anker. Ein abwechslungsreiches und immer wieder neues Bild faszinierte uns während des gesamten Fluges. Zu vergleichen mit den schwedischen Schären, die wir letztes Jahr bei unserem Flug zum Nordkap für viele Stunden überflogen haben, allerdings mit dem Unterschied, dass in der Ostsee nur wenige Boote unterwegs waren. Und in der Luft waren wir fast alleine unterwegs. Auf unserer FIS-Frequenz, die wir zum Einflug in den kroatischen Luftraum geschaltet hatten, war außer uns ein Schweizer mit einer Cessna 172 ca. 1/2 Stunde vor uns in Richtung Dubrovnik unterwegs, sonst nur hin und wieder Funkkontakte mit Airlinern. Dies änderte sich allerdings gründlich, als wir auf die Frequenz von Split-Radar  wechselten. Hier war ständiger Funkverkehr mit an- und abfliegenden Flugzeugen.

Mit dem Frequenzwechsel zu Dubrovnik-Radar wurde es im Funk wieder ruhiger. Wir bekamen eine Freigabe zum Anflug und Landung auf der RWY 30 und hörten, dass eine Boeing der Croatia Airlines am holding point unsere Landung abzuwarten hatte. Der Tower bat uns um einen long approach und Abrollen über die  Intersection D, wo wir auch schon den Follow Me auf uns warten sahen.

Nachdem wir die Dimona auf dem Vorfeld gesichert hatten fuhren wir mit dem Airportbus zu unserm gebuchten Hotel. Und endlich hatten wir wieder einen Internetzugang, zur weiteren Flugplanung und um unseren Blog zu füttern.

29.8.12 22:43

Letzte Einträge: Mittwoch, der 29. August: Ein Tag in Dubrovnik, 4. Tag Donnerstag: Grounded in Dubrovnik: Feuer über Montenegro und Bosnien und Herzegowina, 5. Tag: Raus aus dem Rauch – Dubrovnik – Sizilien, 10. Tag: Was bisher geschah!

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