Montag, der 27. August: Endlich hat das Warten ein Ende

Nachdem der Sonntag so verregnet war, dass noch nicht mal Lust zu einem Eintrag in den Blog aufkam, bekamen wir  heute Morgen von Bernd unserem Meteorologen das letzte Wetter ein aktuelles Wetterbriefing: Strahlender Sonnenschein bis weit in den Süden.  Nachdem wir uns um 8:00 Uhr in Hangelar getroffen und das Flugzeug für die Reise vorbereitet hatten,  zeigte uns die aktuelle Wetterinformation, dass wegen der vielen Regenfälle der vergangenen Tage die hohe Feuchte zu Nebelfeldern entlang des Rheintales bis Bingen führte. Wir mussten also noch etwas warten. Um 10:00 Uhr war unsere Route in den Süden durchgängig frei und die Dimona hob von der Piste 29 ab. Wir hatten für den ersten Leg einen Flugplan, zum ersten Tankstopp vor den Alpen in Mengen EDTM, aufgegeben. Von dort sollte uns der weitere Flug nach Portoroz LJPZ an der slowenischen Adriaküste führen.

Vorbei an Koblenz und Bingen führte uns unser Flug Richtung Karlsruhe. Von dort über den Odenwald, Stuttgart Radar gab uns ein Freigabe für den Durchflug von Luftraum C von Stuttgart, weiter über die schwäbische Alp. Und dort herrschte fantastisches Segelflugwetter: 3-5/8 CU in 1500 m AGL. 

Landen und Tanken in Mengen war schnell erledigt. Dann wurde uns vom  örtlichen Angestellten mitgeteilt, dass kein Internetzugang für uns am Platz zur Verfügung steht. Zum vorhanden WLAN des Towers konnte (oder wollte?) er uns kein Passwort geben. Wir mussten also unser mitgebrachtes Equipment nutzen, um über das dortige schlechte Funknetz unsern Flugplan zu filen und letzte Wetterinfos einzuholen.

Um 14:00 Uhr local konnten wir in Mengen zu unser zweiten Strecke für heute abheben. Ab hier war wegen der Überquerung der Adria das Fliegen mit Schwimmweste erforderlich. Nicht sonderlich bequem, aber aus Sicherheitsgründen unverzichtbar.

Im Westen der Bodensee und auf Kurs die Alpen, alles im strahlenden Sonnenschein. Bessere Bedingungen hätten wir nicht antreffen können.

Wir wollten in sicherer Höhe über den höchsten Berggipfeln auf unserem Kurs die Alpen überqueren und begannen deshalb direkt nach dem Start mit dem Aufstieg auf FL 95 um nach Erreichen von Kempen weiter auf 11.500 ft, später auf 12.500 ft (FL125) zu steigen. Vorbei an der Zugspitze  führte unser Flug Richtung Innsbruck. Die Controller gaben uns ohne weiteres die Freigabe zum  Durchqueren des dortigen Luftraumes.  So konnten wir auf direktem Kurs Richtung Lienz an Großvenediger und Großglockner vorbei einen Flug über das grandiose Alpenpanorama genießen.

Über den Lienzer Dolomiten gab uns Wien FIS an Padua FIS weiter. Von dort kam die Erlaubnis auf direktem Kurs weiter Richtung Portoroz zu fliegen. Schnell waren die Alpen hinter uns und über der italienischen Ebene in der auch die übergroße Kontrollzone Aviano CTR liegt, begannen wir mit dem Sinkflug  aus ca. 3.600 Meter Höhe. Die Adria und unser Tagesziel Portoroz lagen in greifbarer Nähe vor uns.

Nach der Landung holte uns der „Follow Me“  von der Runway ab; diesmal kein Auto sondern ein Moped mit großem gelben Schild auf dem Gepäckträger. Nette, freundliche und sehr hilfsbereite Angestellte des Flugplatzes unterstützten uns beim Tanken, Abstellen der Dimona, Hotelsuche und Transport zum Hotel.

Mit einem Sprung ins richtig temperierte Wasser der Adria und einem anschließenden guten Abendessen klang unser erster Flugtag aus.

29.8.12 22:41

Letzte Einträge: Mittwoch, der 29. August: Ein Tag in Dubrovnik, 4. Tag Donnerstag: Grounded in Dubrovnik: Feuer über Montenegro und Bosnien und Herzegowina, 5. Tag: Raus aus dem Rauch – Dubrovnik – Sizilien, 10. Tag: Was bisher geschah!

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